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Bob Peterson ist nicht länger Regisseur von The Good Dinosaur

Ein Baby kann ein ganz schön einnehmendes Wesen sein. Vor allem dann, wenn man sich hinsetzt und ein paar Minuten seine Ruhe für einen neuen Pixar-Artikel braucht. Leider war das mit unserer kleinen Maus in den vergangenen 14 Tagen unmöglich. Jetzt scheint es sich allerdings einzupendeln und wir bekommen wieder Schlaf und „Freizeit“. :)

Sicherlich habt ihr schon von den schlechten Neuigkeiten zu Pixars kommenden Film – The Good Dinosaur gehört. Fast schon zu einer Art Running Gag tendiert das Studio in den vergangenen Jahren immer wieder kurz vor der Fertigstellung des Films zu einem Regiewechsel. Das klingt im ersten Moment verhältnismäßig ungerecht und hart, wenn man bedenkt das Bob Peterson mit diesem Film sein Lebenswerk präsentieren und sich so in die Geschichte der Filmindustrie einschreiben wollte, ist es jedoch aus der Sicht von Pixar, John Lasseter, Ed Catmull und auch Bob selber ein notwendiger Schritt für das Gesamtprojekt und den damit verbundenen Erfolg des Films.

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Lange Zeit war es mucksmäuschenstill auf dem Twitter-Account von Bob. Vor einem Jahr noch hatte er regelmäßig neue Tweet in den Äther gepumpt und somit die Fans auf dem laufenden gehalten. Dann Stille. Erst auf der D23 Expo in Anaheim, im vergangenen Monat, als Co-Regisseur Pete Sohn bei der Präsentation die Einführung in den Film übernahm, tauchten die ersten Gerüchte auf. Warum übernimmt der Regisseur nicht selber die Vorstellung seines Films obwohl man ihn auf der Expo gesehen hatte?

Am 10. September 2013, gab Pixar-Präsident Ed Catmull in einem Interview mit der Los Angeles Times bekannt, dass man Bob für andere Projekte vorgesehen hat und von seinem Dinosaurier-Projekt abzieht. Den Regiestuhl für die kommenden Monate an diesem Film teilen sich ab sofort John Lasseter (Toy Story), Lee Unkrich (Toy Story 3) und Merida Regisseur Mark Andrews. Pete Sohn behält den Posten als Co-Regisseur inne.

Der genau Grund für den Austausch ist selbstverständlich nicht bekannt, wird aber mit einer in der Filmbranche oft üblichen Problematik beschrieben. Catmull betont in seinem Interview mit der Times:

„Der Regisseur stecke bei solchen Projekten mitunter so tief in der Materie, dass ihm oftmals die einfache konstruktive Perspektive und Sichtweise anderer nicht involvierter Personen fehlt.“

Scheinbar ist Bob bei der Arbeit an The Good Dinosaur so tief in die Urzeit abgetaucht und hat sich so sehr in seiner Arbeit „verzettelt“, dass der Filmaufbau für Außenstehende nicht mehr nachvollziehbar zu seien scheint und damit zu keinem entspannten Kinoerlebnis werden kann. Um dem vorzubeugen bedient sich Pixar an der zuvor erwähnten Methode und tauscht den Regisseur des Films aus. Außerdem wird auch John Walker seinen Posten als Produzent am Film nicht weiter ausführen. Damit mir hier jetzt allerdings niemand in Panik gerät sei erwähnt, dass bereits bei etlichen Filmen (Toy Story 2, Ratatouille, Cars 2, Merida) aus Emeryville so vorgegangen wurde. Beispiele?

Damit dieser Artikel allerdings nicht ganz so trübsinnig daherkommt, habe ich noch zwei Bilder von der D23 Expo-Präsentation im Netz gefunden die uns Einblicke in die Konzeptionsphase des Films gewähren.

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2 Kommentare

  • Antworten Gabor am 11. September 2013 um 12:34 Uhr

    Es ist schon traurig, da arbeitet man Jahre an einem Projekt, und muss schließlich das Handtuch werfen. Dass ist das Problem mit den Zeitdruck, kurz vor dem Release kommt man in einer Kreativen Sackgasse, weil der Stress zu groß wird. Ich hoffe nur dass Bob Peterson bei Pixar bleibt, er ist glaube ich eine Kreative Mensch, aber vielleicht nicht für den leitenden Position. Es gibt ja Menschen die sich sehr gut unter der schützende Arme von jemanden entfalten können, da gibt es dann aber auch solche wie Brad Bird, die wissen was sie wollen und sich nicht unterkriegen lassen. Jeder muss seinen Weg finden, wie man sich am besten entfalten können.

  • Antworten Christian am 23. September 2013 um 21:52 Uhr

    Soweit meine Informationen reichen, bleibt Bob bei Pixar und arbeitet bereits an einem neuen Projekt.

  • Schreibst Du mir? Toll, ich freu mich!