Merida

Die Entstehung von Merida

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„Meridas Geschichte spricht uns alle an“, sagt Kathrin Sarafian. „Ich glaube, die meisten Leute – ob Erwachsene, Teenager oder Kinder – können sich mit dem Wunsch identifizieren, seinen eigenen Weg zu gehen und gleichzeitig eine Verpflichtung seiner Familie gegenüber zu haben und beides irgendwie in Einklang zu bringen. Wann wird man dem gerecht und wann nicht?“

Die Geschichte von Merida sei so relevant, weil sie von einer wirklichen Beziehung inspiriert sei, sagt Regisseurin Brenda Chapman. „Ich musste mich mit einer sehr eigenwilligen Tochter auseinandersetzen“, so Chapman. „Sie war so temperamentvoll und stark, dabei war sie zu der Zeit gerade mal vier Jahre alt. Ich dachte nur, wie wird es erst sein, wenn sie ein Teenager ist?“

„Ich begann mir vorzustellen, wie so eine Geschichte aussehen könnte“, so Chapman weiter, „mit einer berufstätigen Mutter und einer willensstarken Tochter, deren Durchsetzungsvermögen man natürlich nicht zerstören möchte – oder höchstens von Zeit zu Zeit ein bisschen. Merida entwickelte sich dann sehr schnell zu einem epischen Actionabenteuer.“

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Und Chapman wusste sofort, wo sie dieses Abenteuer ansiedeln musste. „Ich liebe Schottland“, sagt sie. „Meine Vorfahren stammen von dort, obwohl ich zu den Amerikanern gehöre, die ihre Herkunft nicht ganz genau zurückverfolgen können, weil meine Familie schon vor der Revolution in den USA lebte. Schottland ist so ein atemberaubendes Fleckchen, so wunderschön. Die Menschen dort sind wirklich herzlich und unglaublich geistreich.“

Mark Andrews teilt Chapmans Leidenschaft. Der Regisseur und Hobby-Historiker für alles Schottische hat sogar seine Flitterwochen dort verbracht. 2006 war er dann Chapmans inoffizieller Schottland-Berater, um bei den Recherchen für Merida zu helfen. Sie waren beide begeistert von ihren Reiseführern. „Sie beeindruckten uns mit einer Vielzahl von schottischen Überlieferungen“, sagt Andrews. „Sie konnten jeden Baum, jeden Fels und jeden Hügel benennen – und zu allem eine Geschichte erzählen. Das kulturelle Erbe dieses Landes ist von einer unglaublichen Sagen- und Legendenwelt geprägt.“

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Als Andrews die Regie bei Merida übernahm, um Chapmans Vision umzusetzen, fühlte er sich der Filmfamilie sofort verbunden. „Ich habe selbst eine Tochter und drei Söhne“, sagt er, „genau wie König Fergus und Königin Elinor.“ Der erfahrene Vater hält Meridas Rebellion für einen wichtigen Teil des Erwachsenwerdens. „Die Auflehnung eines Teenagers gegenüber der Erwachsenenwelt ist eine chemische Reaktion. Sie wollen die Welt für sich selbst entdecken.“

Ebenso wie Chapman brauchte sich Andrews ebenfalls nur an seiner eigenen Familiendynamik zu orientieren. Diese konfliktgeladene Beziehung zwischen Merida und Königin Elinor kennt wahrscheinlich jeder. „Im Kern erzählt unser Film eine Eltern-Kind-Beziehung – ob es sich um Mutter und Tochter oder um Vater und Sohn handelt, spielt dabei eigentlich keine Rolle. Jugendliche entwickeln sich zu eigenständigen Persönlichkeiten, und das totale Chaos, das dabei entsteht, zieht sich durch den ganzen Film.“

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