Merida

Die Legende der Steinkreise

Einst lebten Riesen auf der Erde, massiv, unheilvoll mit festen Überzeugungen. Den Herrschenden waren die Riesen trotzdem nicht gewachsen. Sie verwandelten die Kolosse einfach in Stein, als es ihnen nicht gelang, sie von ihren Überzeugungen abzubringen und bestraften sie auf ewig für ihre vermeintliche Engstirnig- und Kaltherzigkeit.

Dort verharren sie nun, für immer – widerstehen seit tausenden von Jahren Wind und Wetter, aufrecht, beständig, gemeinsam. Seit ewigen Zeiten suchen viele diese Orte auf und halten in der Gegenwart der Riesen ihre Rituale ab, beerdigen dort ihre Angehörigen – und vielleicht auch manch’ geheimen Schatz.

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Wer sie aus der Nähe betrachtet, versinkt in Ehrfurcht und weiß eigentlich gar nicht so genau warum … Liegt es an ihrer Größe, ihrer Einheit, ihrer unerschütterlichen Entschlossenheit oder inspiriert es uns, dass sie vielleicht verborgene Schätze bewachen? Bewundern oder bedauern wir diese uralten Giganten? Sind wir ebenfalls dazu bestimmt, in Stein verwandelt zu werden oder sind wir es, die andere zu diesem Schicksal verdammen?

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In Merida – Legende der Highlands reitet die Titelheldin fieberhaft durch den Wald und treibt ihr Pferd Angus an, immer schneller zu galoppieren, der Freiheit entgegen zu rasen und den Fesseln des Schlosslebens zu entkommen. Angus, stets ein treuer und willfähriger Freund, schwört sie dorthin zu bringen, wohin ihr Herz sie trägt – bis sie eine Lichtung im Wald erreichen, die von riesigen, schicksalhaften Steinen gesäumt ist. Sogar Angus zögert den mystischen Steinkreis zu betreten. Aber Merida ist fasziniert.

„Wir waren lange an den Standing Stones of Callanish (auf der Isle of Lewis)“, sagt Produzentin Katherine Sarafian über die Recherchereise des Produktionsteams nach Schottland. „Es schien uns der passende Rahmen für ein wichtiges Ereignis in unserer Geschichte zu sein. Die Steine stehen in einem perfekten Kreis auf einem großen Felsen und der Himmel bildet den Hintergrund dieser beeindruckenden Szenerie. Man kann sich von diesem Anblick nur schwer wieder losreißen. Auf beiden Trips hatte ich wirklich Mühe, die Künstler zurück in den Bus zu lotsen.“

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