Findet Dorie

das große Schwimmen

13 Jahre nach Dories Debüt tauchen die Filmemacher wieder ab. In den Pixar Animation Studios ist die Story das Wichtigste. Ob neue Gesichter oder alte Freunde – am Anfang von jedem Projekt steht eine Geschichte, die erzählt werden muss.

Auch wenn das Ende des Oscar®-gekrönten FINDET NEMO Macher wie Fans 2003 völlig zufriedenstellte, ließ Nemos Welt Andrew Stanton nicht los. Was ihn konkret beschäftigte, wurde dem Regisseur erst ein paar Jahre später klar: „Ich machte mir Sorgen um Dorie“, so Stanton. „Wie sich ihre Vergesslichkeit auf ihr weiteres Leben auswirkt, blieb ungeklärt. Was passiert, wenn sie sich wieder an nichts erinnert? Wird sie zurechtkommen?“ „Dorie wirkt so fröhlich, aber sie war ganz allein, bis sie Marlin getroffen hat“, fährt Produzentin Lindsey Collins fort. „Aus ihrer Zufallsbegegnung entwickelt sich eine echte Freundschaft. Das ist das erste Mal seit ihrer Kindheit, dass Dorie so etwas wie eine Familie hat.“

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Regisseur Andrew Stanton, Produzentin Lindsey Collins und Ko-Regisseur Angus MacLane bei der Präsentation von FINDET DORIE.

Und Familie ist das Kernthema in FINDET DORIE. „Wir wissen, dass Dorie sich nicht erinnern kann, woher sie stammt“, führt Stanton aus. „Aber sie muss ja irgendwo eine Familie haben. Nur, wie Dorie schon sagte: ‚Wo sind sie denn?‘ Ihre ständige Verwirrung sorgt zwar für Lacher, ist aber auch traurig. Ich wusste: Dahinter steckt eine Geschichte, die es verdient, erzählt zu werden.“
Laut Stanton kreierte das Autorenteam Dorie zunächst als heitere, quirlige, unbekümmerte Figur – was sie ja auch ist –, verlieh ihr aber wenig Tiefe. „Sie wirkte etwas schlicht“, sagt der Regisseur. „Ich hatte zwar eine komplette Vorgeschichte für Dorie im Kopf, aber da war ich der Einzige. Jeder, der FINDET NEMO gesehen hat, erinnert sich gern an Dorie, weil sie so lustig ist. Aber in meinen Augen war das nur Fassade. Jetzt soll auch das Publikum erfahren, was mit Dorie passiert ist, als sie noch jünger war.“

Die Handlung von FINDET DORIE setzt ein Jahr nach FINDET NEMO ein: Ein riesiger Schwarm Stachelrochen durchquert das Korallenriff – und auf einmal kehrt Dories Gedächtnis zurück. „Dieses Ereignis weckt bei Dorie Erinnerungen an den Tag, als sie ihre Eltern verloren hat“, erläutert Stanton. „Plötzlich fallen ihr Bruchstücke ein und sie will ihre Familie unbedingt wiederfinden.“
Um Dories Motivation zu erklären, mussten die Filmemacher zuerst begreiflich machen, wie ihr Gedächtnis funktioniert. „Dorie vergisst alltägliche Details – wie zum Beispiel Nemos Namen – aber ihr emotionales Gedächtnis ist intakt“, so Lindsey Collins weiter. „Sie weiß stets genau, wie viel Nemo und Marlin ihr bedeuten. Und die Liebe zu ihren Eltern hat sie die ganze Zeit begleitet.“
Dories Gedächtnisblitze markieren den Beginn eines neuen Abenteuers, sagt Ko-Regisseur Angus MacLane: „Sie sind der Auslöser für eine große Suche – innerlich wie auch äußerlich. Dorie muss ihre Familie wiederfinden. Aber sie weiß, dass sie das nicht allein schaffen kann. Also überredet sie ihre neue Familie – Marlin und Nemo –, sie zu begleiten.“

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